15.07.2014

[How to] Freehand painting (1) - Lack und Pinsel / Freehand Painting (1) Polish and Brushes

ich lese immer mal wieder, dass einige von euch Schwierigkeiten mit der Handhabung und Auswahl von Pinseln und Lacken zum Malen haben. ich habe jahrelang mit den unterschiedlichsten Farben gemalt und auch Farben selber gemacht.  Nun möchte ich die Erfahrungen, die auch bei Nailart helfen, hier mit euch teilen.

Es gibt viele kleine Dinge, die die Sache leichter machen. Da ich immer alles beim Urknall beginne,  werde ich mir Mühe geben,  wirklich nur notwendiges anzugeben.  Einiges wird besser für  Fortgeschrittene sein, ich kann das schlecht beurteilen. Sucht euch das passende aus :-)

Zuerst einige Grundlagen, die bestimmt selbstverständlich klingen, aber ich will sie mal kurz erwähnen.

 Die Konsistenz des Lacks ist wichtig. wenn er zu dick ist, zieht er Fäden oder schmiert. ist er zu dünn, löst er den Untergrund an oder deckt einfach nicht, wenn er nicht sogar verläuft.  in der guten Mitte sollten frisch dicht nebeneinander gepinselte Linien noch "zusammenschmelzen" und eine gemeinsame Oberfläche bilden. Natürlich kann man alle  grade genannten Eigenschaften bewusst für Effekte einsetzen.

Der Lack wird schnell dicker und muss dann mit Aceton /Verdünner /NLE verdünnt werden. Ich findet  es günstig, den Pinsel zwischendurch abzuwischen, da sich die Farbe gerne zwischen den Borsten hält und den Strich schnell dicker macht.

Die für mich beste Konsistenz der Farbe zum "normalen" Malen ist etwa wie Kondensmilch.

So geht sie gut auf die Unterlage und der Strich "bricht" nicht so leicht,  läuft aber auch noch nicht  breit. Wenn sie dicker ist, gibt es auch diese "Schinenspuren", die am Rand dicker sind als in der Mitte. Oder es kleckst nur noch und zieht Fäden.

Ein einzelner Tropfen Aceton wirkt Wunder. Ihr müsst aber selber sehen, wie das bei euren Lacken ist, denn jeder Lack kann anders sein.

Der Pinsel. Wenn die Haare recht kurz sind und der Pinsel sehr dünn ist, trocknet er schnell, weil er wenig Farbe halten kann,  und muss deswegen zwischendurch öfter abgewischt und "nachgeladen" werden. Striper mit langen Haaren halten etwas mehr Farbe und trocknen so etwas langsamer als vergleichbare "kurze" Pinsel. Dafür sind sie besser fur gerade Linien als für Kurven und Kringel.

Einige Pinsel sind an der Zwinge dick und haben eine (feine) Spitze. Die halten viel Farbe und man kann mit ihnen auch Kurven und so malen. Andere sind relativ gleich dick und je nach Größe und Strichstärke für vieles geeignet.

Die Borsten bei einem Nailartpinsel sind am besten Kunststoff, Naturhaar ist okeeeisch, aber hält nicht so lang. Der Kleber, der die Haare in der Zwinge hält, sollte lösemittelbeständig sein, sonst habt ihr beim Reinigen eines Tages alle Haare in  der Hand. Ist mir mal passiert... :-\

Ich verwende hauptsächlich Künstlerpinsel und Schulpinsel. Drei Nailartpinsel von Tedi rechne ich nicht so wirklich zu Nailartpinseln... aber sie funktionieren alle gut.

Dann nehme ich noch Pinsel und Bürstchen von Mascara, Eyeliner und anderen Kosmetikprodukten. Allerdings sind sie nicht unbedingt lösemittelbeständig. Zum Verwenden der Mascarabürstchen später mal.

Einige Zwingen und Stiele sind aus Kunststoff, der von Aceton an gelöst wird. Nicht so gut. Müsst ihr testen.

Hier sind meine wichtigsten Pinsel, die mit Sternchen habe ich modifiziert:

1 - Dünne Drähte für die feinen Details (glaubt ihr das? *höhö * nee, den hab ich grad wieder gefunden und werde ihn mal für 3D-Effekte versuchen)
2 - alte Mascarabürste, abgebogen funktioniert sie am besten.
3 - pinsel bon einem billigen Lidschatten, Haare mit der Schere ausgedünnt.
4 - "nailart brush"  von Tedi
5 - nailart brush" von Tedi,  mit einer Flachzange zum fan brush gedrückt.
6 - nailart brush" von Tedi,  dünner geschnitten
7 - essence striper brush,  gekürzt und einige Haare abgeschnitten.
8 - Künstlerpinsel, Größe  5/0
9 - Schulpinsel,  Größe  0
10 -  Schulpinsel,  Größe 1


Als Palette nehme ich allgemein Stücke Kunststoff wie Blisterpacks mit graden Flächen oder Stickerpapier. Du kannst aber alles nehmen, was nicht porös ist und sich nicht auflöst.

So,  dies als erste Folge meiner Maltipps, später mehr. Alles was euch noch am freehand painting interessiert, könnt ihr mir ja als Kommi da lassen, damit ich das in den weiteren Folgen aufgreifen kann. Wenn ich irgendwas unklar gesagt hab,  fragt einfach nach und ich versuchs nochmal ^^



I keep reading that some of you have difficulties in choosing brushes qnd handling polish for painting. So I'll tell you some of my experiences and show you my brushes as a start. There are lots of tiny things, which make painting easier, but they are hard to explain... Since I  always start explaining with the big bang, I do my best to keep it short and focussed. Some might be for beginners, some for the experienced... i can't judge that, take out, what you like :-P

Some basics first,  the "that's obvious " stuff:

Its important that the polish has the right thickness. Generally its best like coffee cream, if you understand me. Too thick it's gooey, sticky and thready. Lines "break" and have no clear edges. Or you get these "rail tracks" with thick bits at the side and in the middle hardly anything. 

 Too thin,  it runs away, doesn't cover, dissolves the base, all that. These can be used deliberately for effects. Polish can be thinned with acetone, thinners or remover. It's better to use lots of little polish  drops on the palette than one big, which needs constant thinning. One single drop can be enough! Each polish is different, so experiment a little first, if you're not sure. 

The brush. Thin brushes with just a few short hairs can't hold a lot of paint and so they dry quickly and need frequent re-loading.  Stripers have long hairs and keep more paint, but are not good for curved lines. The best for holding enough paint and curved lines are brushes which are thick at the top and have a thin tip. Others are roughly the same on both "hair ends" and can be very useful.

The best brush hair is artificial, natural hair breaks quickly with the solvents. Make sure the glue is resistant too, or you have all hair out of the brush head one day. Happened to me once. 

I mostly use artist's brushes or "school brushes", but have some cheap "nail art" brushes I don't really count as such. Then I use lots of old cosmetic  brushes from emptied mascara, eye liner or such. About what to do with the mascara brush another time.

See the pic of my main brushes, the ones with the stars I have modified:
1 - metal wire hair,  for fine details (did you believe this? *hehe*  no, I've just found it again and will try to use this for some 3D effects one day)
2 - old mascara brush, angled works best.
3 - brush from cheap eye shadow, hairs thinned with scissor.
4 - "nailart brush" from discounter
5 - nailart brush" from discounter, flattened into a fan brush with flat pliers. 
6 - nailart brush" from discounter, cut back to be thinner. 
7 - essence striper brush,  shortened and a few hairs cut away.
8 - artist's brush,  size 5/0
9 - "school brush" size 0
10 -  "school brush" size 1

As a palette I use the flat bits of  blister pack plastic or sticker paper. You can use anything which is non-porous and doesn't dissolve .

So,  this is the first bit of my painting tips, soon more (I hope). Anything you want to know for the next bit, just leave me a comment, so I know. If I wasn't understandable, please tell me :-)

Kommentare:

  1. wow, das war sehr ausführlich und super hilfreich. der tipp mit der kondensmilch ist echt gut, denn ich neige dazu, die aufgemalten motive immer zu dick zu machen. ja klar - der lack ist zu dickflüssig. dass er noch etwas verdünnt werden sollte, darauf bin ich noch nicht gekommen. werde ich auf jeden fall ausprobieren!

    freue mich schon auf weitere infos. LG, steffi

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    1. Danke, Steffi! Hoffentlich klappts dann besser ^^
      Ich weiß noch nicht, wann ich zum nächsten Teil komme, aber ich hab schon einige geplant.

      LG :-)

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