19.11.2015

Ablackieren mit ein paar Tröpfchen Entferner / Polish removal with only a few drops of remover

Achtung,  Laberpost mit der Hoffnung,  einen einfachen Vorgang mit vielen Worten und eher wenig Bildern zu erklären  :o)

Auf Instagram zeigte ich schon vor längerer Zeit mal wieder eines meiner voll gewordenen  Lackentfernungstücher. Unterm Strich kam dabei raus,  dass einige sich freuen würden, wenn ich erzähle, wie man Lack runter bekommt mit nur einem ganz kleinen Tucheckchen und nur ein paar Tropfen Entferner. Seht mal,  wie lang ein Tuch hält, diese ganzen unterschiedlichen Farbinseln! Jede Insel war mal eine Mani und manche funkeln auch :-)

Für mich ist das selbstverständlich, dass ich mit Lösemitteln so sparsam wie möglich bin. Erst wegen der Umwelt,  die garantiert besser ohne Lösemitteldämpfe auskommt, dann auch wegen meiner direkten Umwelt,  da es natürlich stinkt und alles andere als gesund ist. Dann auch aus Sparsamkeit, denn wozu soll ich viel von was nehmen,  wenn es gar kein besseres Ergebnis liefert und man schneller wieder nachkaufen muss?

Nun zu meinem Ablackieren. Ich nehme als Tuch ein Gesichtsreinigungstuch, wie es sie in diesen Folienpackungen gibt. Das wasche ich nach dem ursprünglichen Gesicht reinigen aus. Wenn es getrocknet ist,  bekommt es ein zweites Leben als Lackentfernertuch. Es fasert zwar etwas aus, wenn es an Glitzerchen hängen bleibt, aber das stört nicht sehr.

Dann der Nagellackentferner. Da verwende ich meist den acetonhaltigen von Ebelin oder Isana,  aber ihr könnt natürlich auch jeden anderen nehmen. Da ich finde,  dass bei den handelsüblichen Flaschen immer schnell viel zu viel rauskommt, hab ich ihn in eine alte NLE -Flasche von Alessandro umgefüllt, die ich mal geschenkt bekam. Diese hat so ein "Lochverengungsdingens", womit man einzelne Tröpfchen raus bekommt. So hält eine Flasche über ein Jahr (schätze ich jetzt, diesmal hab ich das Anfangsdatum drauf geschrieben) .

Ich finde acetonhaltige Entferner einfach besser und ich hab irgendwann mal gelesen,  dass die acetonfreien gar nicht besser für die Nägel sind,  einfach anders. (Das mit dem "besser" war so wie mit der Margarinewerbung und der Butter früher ...)

Ich entferne den Lack in mehreren Schritten. Das klingt jetzt allerdings umständlicher, als es (wenigstens für mich)  ist. Zuerst einen einzigen großzügigen Tropfen auf mein Tuch,  das gibt einen Flecken von etwa Nagelgröße. Auf den Nagel damit,  kurz warten *1-2-3* und rumwischen.

Dabei drehe ich den ablackierenden Finger bzw. die wischende Hand auf der Stelle. Dann schrubbele ich manchmal ganz vorsichtig und ohne Druck mit einem Holzstäbchen auf dem übrig gebliebenen weichen Lack herum, ob sich was ablösen lässt, z. B. bei Glitzerpartiken. Dabei will ich gar nicht alles abkratzen, nur was freiwillig mitkommt.

Dann gehe ich mit dem Tuch und dem NLE -"Fleck" schnell noch auf den nächsten  Nagel, um auf die selbe Weise so viel wie möglich abzubekommen,  was manchmal noch erstaunlich viel ist,  so dass ich zum nächsten  Nagel übergehen kann und mit einem Tropfen drei Nägel grob reinigen kann.  Wenn ich einen zweiten Tropfen aufs Tuch mache,  dann daneben und ich gehe über die grob gereinigten,  wo sich wieder mehr ablöst. Ist das verständlich?

Nach der groben Entfernung ist meist noch eine deutliche Portion an den Rändern und den Nagelhäuten, bei dunkler Farbe manchmal noch ein deutlicher Schimmer, auch wenn keine Lackschicht mehr übrig ist. Diese Reste entferne ich mit einem (oder mehreren)  meiner selbst gedrehten Wattestäbchen und staune jedes Mal, wie viel noch ab kommt.

Die Wattestäbchen drehe ich entweder aus einem Zahnstocher für Ecken und an der Nagelhaut  oder der flachen Seite eines Orangenholzstäbchens, für bessere Flächenreinigung. Wenn es noch ganz viel zu entfernen gibt,  nehme ich auch mal ein Holzstäbchen zum Kaffee rühren vom amerikanischen Boulettenquäler. Wie ich die mache und wofür man die dann alles nehmen kann,  zeig ich euch in einem separaten Post.



Das ist die Kurzversion *hust*. Wenn ich mich zu kraus ausgedrückt habe oder kryptisch wurde,  fragt bitte einfach!



My dears,  this is a hopefully successful attempt to tell you about my way I take off polish with just a few drops of remover and wiping tissue.

As a tissue I use these facial wipes, after use I wash and dry them.  One of them lasts a while,  look at all these different colour islands!

As a remover I use a simple one with acetone. I heard a long time ago the acetone free ones aren't better for the nails,  they just damage differently. So I use the one I like better, generally the own brands from the chemists.

Since these bottles all have big openings,  I fill the contents into an old remover bottle from Alessandro, which has a "hole reducer" bit,  so it's easier to use just a drop. One bottle can last like this for over a year!

One drop on the face tissue and on the first nail! Hold and turn/rotate on the spot (is that understandable?)  Then,  when it comes off slower,  i go to the second nail and take a first bit off in the same way. The tissue is after the first nail too full for more cleaning on the first,  but still moist enough for taking some stuff off the still fully covered second nail. (Hope this us at least half way understandable for people with some imagination?) Then try on the third, often a first layer comes off.  Then,  repeat with a second drop on a fresh place on the tissue. The nails will keep a tinge of the polish,  which will be removed with one drop on clean tissue, and the little edges and spaces, including the cuticle, are cleaned with a self made cotton bud,  made with the flat end of an orange stick. It is really surprising what still is found in all the corners!

Then the nails and surroundings should be clean,  with only a dozen drops of remover,  and a few square centimeters of tissue (and a few fluffy bits of cotton wool) used.

I use always as little solvents as I can,  once for the environment, which is better off without it (and I mean the atmosphere as much as the room I'm in) , then -why should I use more than is necessary, when it stinks,  doesn't give a better result and makes me buy more quicker?

Kommentare:

  1. Moni, du musst dir keine Sorgen wegen Laberrhababer machen ich lese solche Posts deutlich lieber als die extrem kurzgefassten und heftig bebilderten "Immer wieder Sonntags" und "Instagram-Life" Posts mancher Blogger.
    Ich entferne meinen Nagellack mit Nagellackentferner und Baumwoll-Watte. Letzteres ist mir sehr wichtig, denn diese blöde Viskose flust wie sonst was! Mit Wattepads krieg ich den Nagellack nicht so gut runter, weil durch die größere Oberfläche der Entferner schneller verdampft als ich ihn auf die Finger kriege.
    Da ich keine Gesichtsreinigungstücher o.ä. verwende (wg. den Zusatzstoffen) kann ich deine Methode leider nicht ausprobieren. Ich finde es aber gut, dass du die Tücher nicht nach einmaligem Gebrauch wegwirfst. Mit den Entfernern von Ebelin und Isana komme ich leider überhaupt nicht klar. Sowohl die acetonhaltigen wie die acetonfreien trocknen meine Nägel aus. Da ich meinen Standardentferner (Maybelline Jade mit Aceton) nicht gefunden hab, entferneich meinen Nagellack z.zt mit essence Acetonfrei. Danach stinkt die ganze Bude wie sau und meine Nägel sind staubtrocken. Notiz an mich: Nie wieder mehr acetonfreien Entferner ohne Öl!

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    1. Danke, liebe Lila! :))

      Ich denke, meine Methode funktioniert so gut, weil das Tuch recht stabil ist und mit einem einzelnen Tropfen schon eine gut getränkte Fläche bekommt. Die löst dann sehr effektiv den Lack. Wenn du irgendwo ähnliche Stoffe /Tissues findest, probiers doch mal.

      Zum Öl im NLE :schon mal probiert einen oder zwei Tropfen Öl einzumischen? Könnte doch klappen ;)) ich finde all le parfümierten NLEs schrecklich und rieche lieber reine Lösemittel.

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    2. Ja, hab ich schon probiert. Das mischt sich nicht ordentlich durch. Du hast aber so recht, mit dem Geruch dieser parfümierten Nagellackentferner *würg*

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    3. Und wenn du es immer direkt vir der Anwendung aufschüttelst? Eine Weile müsste eine Art Emulsion doch halten...

      Ich finde die Geruchsnoten die im NLE sind schon ohne die Lösemittel schrecklich genug... und das nicht erfolgreiche "Überparfümieren" macht alles nur noch schlimmer, zumal sich er Duft besser hält als manches Parfüm ...

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